# Komplette Website-Diagnose: den Bericht richtig lesen

Fehlendes Impressum, zu schwere Fotos, E-Mails im Spam: Eine Website kann tadellos aussehen und trotzdem kleine Mängel sammeln. Dieser kurze Kurs erklärt die neun Themen der kompletten Diagnose, die Note von A bis E, die Prioritätenliste und den PDF-Bericht, den Sie der Person weitergeben, die sich um die Website kümmert.

- Minikurs : Einsteiger
- URL : https://ressources.online/outils/diagnostic/tutoriel/de/
- Werkzeug öffnen : https://ressources.online/outils/diagnostic/
- Aktualisiert am 2026-09-27

## Das lernen Sie

- Wissen, was die Diagnose in jedem der neun Themen prüft, vom Impressum bis zum Gewicht der Fotos.
- Die Note pro Thema und die Gesamtnote von A bis E lesen, ohne sich einschüchtern zu lassen.
- Die Prioritätenliste und das für jeden Punkt empfohlene kostenlose Werkzeug nutzen.
- Den Bericht als PDF speichern und an die richtige Person weitergeben.

## Die komplette Diagnose verstehen

### Neun Themen in einem einzigen Bericht

Die komplette Diagnose prüft sechs technische Themen (Zugang und Sicherheit, Tempo, Handy, Suchmaschinen, Schutz, E-Mail) und ergänzt drei weitere:

- **Zugang und Sicherheit**: Die Website antwortet, HTTPS und Zertifikat sind gültig, es gibt eine einzige offizielle Adresse.
- **Geschwindigkeit**: Antwortzeit, Seitengewicht, Komprimierung und neu das Gewicht Ihrer ersten Fotos.
- **Auf dem Handy**: Die Seite passt sich kleinen Bildschirmen an.
- **Präsenz in Suchmaschinen**: Titel, Beschreibung, Sitemap, nichts, was die Website versteckt.
- **Schutz der Website**: die Sicherheits-Header des Servers.
- **E-Mails der Domain**: Mailserver, SPF und DMARC.
- **Domainname**: sein Ablaufdatum, die Transfersperre und was das Whois allen zeigt.
- **Impressum und DSGVO**: was das Gesetz anzuzeigen verlangt, und die einwilligungspflichtigen Tracker.
- **KI-Assistenten und Suchmaschinen**: Kann die Website von KI-Assistenten gelesen und zitiert werden.
Dieses letzte Thema ist neu. Immer mehr Menschen fragen ChatGPT, Claude oder Perplexity nach „einem Schreiner im Münstertal“ statt Google. Um in der Antwort zitiert zu werden, muss Ihre Website zuerst lesbar sein. Die Diagnose prüft daher, dass `robots.txt` deren Crawler nicht sperrt (GPTBot, ClaudeBot, PerplexityBot, Google-Extended), dass eine Datei **llms.txt** im Stammverzeichnis die Website vorstellt, als einfacher Text für diese Assistenten, und dass die Startseite **strukturierte Daten** nach schema.org enthält, ein paar Codezeilen, die sagen, wer Sie sind, Ihre Adresse, Ihre Öffnungszeiten. Ohne llms.txt oder ohne strukturierte Daten gibt es einen orangen Punkt; KI-Crawler zu sperren bleibt eine legitime Entscheidung und wird nur als Hinweis gemeldet.

Das Thema **„Domainname“** fragt die Registry der Endung ab (zum Beispiel Verisign für .com). Es nennt das Ablaufdatum des Namens, sagt, ob sein Transfer zu einem anderen Registrar gesperrt ist, und gibt wieder, was das Whois allen zeigt: Registrar, Nameserver, die Kontaktdaten des Inhabers, wenn die Registry sie veröffentlicht. Ein Ablaufdatum in weniger als dreißig Tagen ergibt einen orangen Punkt. Manche Endungen, etwa .de oder .eu, nennen kein Ablaufdatum.

Im Bericht wird jeder zu behebende Punkt direkt erklärt: was er bedeutet und was zu tun ist. Die folgenden Abschnitte gehen diese Themen durch.

### HTTPS, Zertifikat und Umleitungen

**HTTPS** verschlüsselt den Austausch zwischen Besucher und Website: Niemand kann mitlesen oder verändern, was übertragen wird, etwa ein Kontaktformular. Ohne HTTPS zeigen Browser „Nicht sicher“ an, und Google stuft die Website herab.

HTTPS beruht auf einem **Zertifikat**, einer Art Ausweis der Website, ausgestellt von einer anerkannten Stelle. Es hat ein Ablaufdatum: Seit März 2026 gilt ein Zertifikat höchstens 200 Tage, und diese Frist wird in den kommenden Jahren weiter sinken. Das kostenlose Let's-Encrypt-Zertifikat, das die meisten Hoster anbieten, verlängert sich von selbst: Prüfen Sie nur, ob die automatische Verlängerung aktiv ist.

Außerdem sollte eine Website **eine einzige offizielle Adresse** haben. Die Variante mit `http://` und die Formen mit oder ohne `www` sollten alle per **301-Umleitung**, also einer dauerhaften Weiterleitung, dorthin führen. Sonst sieht Google mehrere gleiche Websites.

### Tempo: was Besucher warten lässt

Wer es eilig hat, gibt eine langsame Seite schnell auf, vor allem auf dem Handy. Drei Dinge zählen besonders:

- **Die Antwortzeit des Servers**: die Zeit, bis das erste Byte der Seite ankommt. Unter 0,6 Sekunden ist gut. Über 1,5 Sekunden ist der Server langsam: Ein Cache (eine fertige Kopie der Seiten) oder ein besserer Hosting-Tarif hilft.
- **Das Seitengewicht**: Der Seitencode ohne Bilder sollte unter 600 KB bleiben. Ein überladener Page-Builder bläht ihn schnell auf. Auch Fotos wiegen viel: [Komprimieren](https://ressources.online/outils/compresser-photo/) Sie sie vor dem Hochladen.
- **Die Komprimierung**: gzip oder Brotli verkleinern den übertragenen Code, oft auf ein Viertel. Das ist eine einfache Einstellung beim Hoster.
Ein modernes Protokoll, HTTP/2 oder HTTP/3, hilft ebenfalls: Es lädt mehrere Dateien gleichzeitig, statt eine nach der anderen abzuwarten.

### Handy und Google: lesbar und sichtbar sein

Die meisten Besuche erfolgen heute auf dem Handy, und Google bewertet zuerst die mobile Version einer Website. Eine handytaugliche Website enthält eine technische Zeile, das `viewport`-Tag, mit dem sie sich an die Bildschirmbreite anpasst. Fehlt es, erscheint die Seite winzig.

Für Google genügen ein paar Grundlagen für einen guten Start:

- ein **Seitentitel** mit 15 bis 65 Zeichen, der anklickbare Text in den Ergebnissen;
- eine **Beschreibung** mit 50 bis 160 Zeichen, der kurze Text darunter;
- eine einzige **Hauptüberschrift** (H1) pro Seite;
- eine **Sitemap**, die Liste Ihrer Seiten für die Roboter von Google.
Vorsicht vor der klassischen Falle: dem **noindex**-Tag, das Google bittet, die Seite nicht anzuzeigen. Es wird während des Aufbaus genutzt, dann vergisst man, es zu entfernen, und die Website bleibt unsichtbar.

### Der Schutz von Server und E-Mails

Ein Server kann dem Browser Sicherheitsanweisungen mitschicken, die **Sicherheits-Header**. Unser Werkzeug prüft sechs davon. So zwingt **HSTS** den Browser, immer HTTPS zu verwenden, **X-Frame-Options** verhindert, dass Ihre Website in eine fremde eingebettet wird, um Besucher zu täuschen, und **CSP** begrenzt, welche Skripte auf der Seite laufen dürfen. Der Hoster oder ein Sicherheits-Plugin kann sie aktivieren.

Eine weitere gute Gewohnheit: Die genaue Version der Serversoftware nicht preisgeben, denn sie hilft Angreifern, bekannte Lücken gezielt zu nutzen.

Schließlich lebt eine Website mit ihrem Domainnamen und damit auch mit ihren E-Mails. **SPF** und **DMARC**, zwei DNS-Einstellungen, erschweren gefälschte E-Mails in Ihrem Namen und helfen echten, nicht im Spam zu landen. Das [DNS-Tutorial](https://ressources.online/outils/dns/tutoriel/de/) erklärt sie ausführlich.

### Impressum, Datenschutzerklärung und Cookies

Jede französische Website muss angeben, wer sie betreibt und wer sie hostet: Das ist das **Impressum**, in Frankreich „Mentions légales“. Sobald sie Daten erhebt, durch ein Formular, eine Reichweitenmessung oder eingebettete Videos, muss sie auch in einer **Datenschutzerklärung** erklären, was damit geschieht. Ein Online-Shop ergänzt **AGB**, und eine Kontaktmöglichkeit muss sichtbar bleiben. In Deutschland gelten sehr ähnliche Pflichten.

Die Diagnose sucht diese Links auf der Startseite und prüft dann, ob die Seiten „Impressum“ und „Datenschutz“ wirklich antworten: Ein Link auf eine gelöschte Seite wird als Fehler gemeldet.

Anschließend liest sie den Seitencode, um **Drittdienste** zu erkennen: Google Analytics, Google Tag Manager, Meta-Pixel, Hotjar, Microsoft Clarity, YouTube-Videos, Google Maps, Google Fonts, reCAPTCHA, AdSense-Werbung. Mehrere davon setzen Tracker und brauchen vor dem Laden eine Einwilligung. Findet das Werkzeug solche Dienste, ohne ein gängiges **Consent-Tool** zu erkennen (tarteaucitron, Axeptio, Cookiebot, Complianz, CookieYes, Didomi, Borlabs und rund fünfzehn weitere), zeigt es einen roten Punkt. Google Fonts von Googles Servern ergeben einen orangen Punkt: Die IP-Adresse jedes Besuchers geht an Google.

### Das Gewicht der Fotos, eine unsichtbare Bremse

Ein schönes Foto von einem aktuellen Handy wiegt oft 3 bis 5 MB. Unverändert hochgeladen, bremst es die ganze Seite, vor allem im 4G-Netz auf dem Land. Die Diagnose untersucht die **ersten acht Bilder** der Startseite. Sie lädt sie nicht herunter: Sie fragt den Server nur nach Gewicht und Format, über die HTTP-Header, den Steckbrief, der jede Datei begleitet.

Drei Schwellen fließen in die Note ein, im Thema „Geschwindigkeit“:

- ein Bild über **300 KB** ist ein oranger Punkt, über **1 MB** ein roter Punkt;
- mehr als **2 MB** allein für die ersten Bilder, ein oranger Punkt;
- kein Bild in einem modernen Format, **WebP oder AVIF**, ein reiner Hinweis: Diese Formate wiegen bei gleicher Qualität 30 bis 50 % weniger als JPEG.
Die Abhilfe ist einfach und kostenlos: Schicken Sie Ihre Fotos vor dem Hochladen durch den [Foto-Kompressor](https://ressources.online/outils/compresser-photo/). Er verkleinert die Abmessungen, wandelt in WebP um und entfernt die GPS-Daten.

### Die Note pro Thema und die Gesamtnote

Der **Überblick** gibt jedem der neun Themen eine Punktzahl von 100, mit einem farbigen Balken. Jedes Thema beginnt bei 100: Ein roter Punkt zieht 30 Punkte ab, ein oranger 12. Der Balken ist ab 75 grün, ab 50 orange, darunter rot. Auf einen Blick sehen Sie, wo die Website schwächelt: Sie kann technisch ausgezeichnet und beim Impressum rot sein.

Die **Gesamtnote**, der große Buchstabe oben im Bericht, folgt einer anderen Regel: Man beginnt bei 100, jeder rote Punkt kostet 12 Punkte, jeder orange 5. **A** ab 90, **B** ab 75, **C** ab 60, **D** ab 45, **E** darunter. Ein verständliches Urteil begleitet sie, zum Beispiel „Ordentliche Website, aber mehrere Punkte verdienen Aufmerksamkeit.“

Die Diagnose prüft sehr viel: Eine mittlere Note ist häufig, es gibt einfach mehr Gelegenheiten, einen Mangel zu finden. Grüne Punkte und reine Hinweise kosten nichts.

### Die Prioritäten und die Werkzeuge, die helfen

Die Liste **„Ihre Prioritäten“** ist der nützlichste Teil des Berichts. Sie nennt zuerst die roten, dann die orangen Punkte, in der Reihenfolge der Themen, und endet nach zwölf Punkten, um lesbar zu bleiben. Jeder Punkt nennt sein Thema, erklärt, warum er zählt, und zeigt dann „Empfohlenes Werkzeug:“ mit dem kostenlosen Werkzeug, das beim Beheben hilft, und einem Link zu seinem Minikurs:

- SPF, DMARC oder Mailserver fehlen: die [DNS-Abfrage](https://ressources.online/outils/dns/);
- Impressum, Datenschutzerklärung, AGB, Kontakt, Cookies oder Google Fonts: der [Generator für Impressum und Datenschutzerklärung](https://ressources.online/outils/mentions-legales/);
- zu schwere Bilder: der [Foto-Kompressor](https://ressources.online/outils/compresser-photo/);
- fehlendes Website-Symbol: der [Favicon-Generator](https://ressources.online/outils/favicon/);
- fehlende llms.txt oder strukturierte Daten: die [Diagnose](https://ressources.online/outils/diagnostic/) selbst und dieser Minikurs;
- alles andere (HTTPS, Tempo, Handy, Google, Schutz): die Erklärungen „Was das bedeutet“ und „Was zu tun ist“, direkt im Bericht.
Sie müssen also nicht überlegen, wo Sie anfangen: Folgen Sie der Liste der Reihe nach, ein Punkt nach dem anderen.

> Das Wichtigste : Die komplette Diagnose prüft die Technik (HTTPS, Tempo, Handy, Suchmaschinen, Schutz, E-Mail), die Konformität (Impressum, Datenschutzerklärung, Cookies), das Gewicht der Fotos und den Zustand des Domainnamens. Folgen Sie der Liste „Ihre Prioritäten“ der Reihe nach: Jeder Punkt ist mit einem kostenlosen Werkzeug verknüpft.

## Wichtige Begriffe

- **HTTPS** : Die verschlüsselte Version des Web-Protokolls. Das Schloss in der Adressleiste zeigt, dass sie aktiv ist.
- **Zertifikat** : Die Datei, die die Identität einer Website belegt und HTTPS ermöglicht. Es läuft ab und muss erneuert werden, am besten automatisch.
- **301-Umleitung** : Eine dauerhafte Weiterleitung von einer Adresse auf eine andere. Sie sagt Google auch, welche Adresse gilt.
- **Antwortzeit des Servers** : Die Zeit, bis das erste Byte der Seite beim Browser ankommt (englisch TTFB). Sie hängt vor allem vom Hosting und vom Cache ab.
- **Viewport-Tag** : Eine Zeile im Seitencode, mit der sich die Seite an die Breite von Handybildschirmen anpasst.
- **Sitemap** : Der Plan der Website: eine Datei, die alle Seiten auflistet, damit Google sie findet.
- **Noindex** : Eine Anweisung, die Suchmaschinen bittet, eine Seite nicht in ihren Ergebnissen anzuzeigen.
- **Impressum** : Die Seite, die den Betreiber der Website (Name, Adresse, Kontakt) und ihren Hoster nennt. In Frankreich „Mentions légales“; das Gesetz verlangt sie für jede Website, Vereine eingeschlossen.
- **Datenschutzerklärung** : Der Text, der erklärt, welche personenbezogenen Daten die Website erhebt, warum, wie lange, und wie man seine Rechte wahrnimmt. Die DSGVO verlangt sie, sobald es ein Formular oder eine Reichweitenmessung gibt.
- **DSGVO** : Die europäische Datenschutz-Grundverordnung, angewendet seit 2018. In Frankreich wacht die CNIL über ihre Einhaltung, in Deutschland die Datenschutzbehörden der Länder.
- **Tracker** : Ein Cookie oder ein Skript (Pixel), das den Besucher verfolgt, um die Reichweite zu messen oder Werbung auszurichten. Die meisten brauchen vor dem Laden seine Einwilligung.
- **Consent-Tool** : Das Cookie-Banner, das den Besucher um Zustimmung bittet und die Tracker zurückhält, bis er geantwortet hat. Die Diagnose erkennt die verbreitetsten Tools.
- **SPF und DMARC** : Zwei DNS-Einstellungen Ihres Domainnamens, die festlegen, wer in Ihrem Namen E-Mails senden darf und was mit gefälschten geschieht.
- **WebP** : Ein modernes Bildformat, das alle aktuellen Browser lesen und das bei gleicher Qualität 30 bis 50 % weniger wiegt als JPEG.
- **llms.txt** : Eine kleine Textdatei im Stammverzeichnis der Website (beispiel.de/llms.txt), die KI-Assistenten Ihre Tätigkeit und Ihre wichtigsten Seiten vorstellt, nach der Konvention llmstxt.org. Sie beginnt mit einer Überschrift und liest sich wie eine Visitenkarte.

## Ihre Website Schritt für Schritt diagnostizieren

### Schritt 1 : Adresse eingeben und Diagnose starten

Öffnen Sie die [komplette Website-Diagnose](https://ressources.online/outils/diagnostic/). Geben Sie im Feld die Adresse der Website ein, zum Beispiel `www.beispiel.de`, ohne `https://`, und tippen Sie auf **„Diagnose starten“**.

Warten Sie 20 bis 40 Sekunden. Unser Server besucht die Startseite wie ein Browser, fragt das DNS der Domain ab, öffnet die gefundenen Seiten „Impressum“ und „Datenschutz“ und erfragt das Gewicht der ersten Bilder. Das Ergebnis wird 5 Minuten aufbewahrt und dann gelöscht.

> Tipp : Um einen Bericht zu sehen, ohne etwas zu tippen, tippen Sie auf das Beispiel unter dem Feld: ressources.online.

### Schritt 2 : Note und Überblick lesen

Der Bericht beginnt mit einem großen Buchstaben von **A bis E**, dem verständlichen Urteil und der Punktzahl von 100, gefolgt von drei Zählern: gute, verbesserungswürdige und zu behebende Punkte. Bleiben Sie nicht beim Buchstaben stehen: Ein C mit zwei leicht behebbaren roten Punkten ist besser als ein B mit zehn kleinen Mängeln.

Direkt darunter zeigt der **„Überblick“** die neun Themen mit ihrer Punktzahl von 100 und einem farbigen Balken. Achten Sie auf die roten und orangen Balken: Bei diesen Themen hat die Website am meisten zu gewinnen.

### Schritt 3 : Ihre Prioritäten durchgehen

Die nummerierte Liste **„Ihre Prioritäten“** ordnet die zu behandelnden Punkte vom Dringendsten zum Unwichtigsten: zuerst die roten, dann die orangen. Unter jedem Punkt erklärt ein Satz das Problem, und die Zeile „Empfohlenes Werkzeug:“ führt Sie direkt zum kostenlosen Werkzeug, das hilft, und zu seinem Minikurs.

Zeigt die Liste „Nichts zu beheben: diese Website ist in ausgezeichnetem Zustand.“, bewahren Sie den Bericht als Referenz auf und kommen Sie in drei Monaten wieder.

> Tipp : Notieren Sie auf dem Bericht, wer sich um welchen Punkt kümmert: So beheben nicht zwei Personen dasselbe.

### Schritt 4 : Die Details Thema für Thema ansehen

Weiter unten listet der Abschnitt **„Die Details, Thema für Thema“** alle Punkte auf, auch die guten, mit der Punktzahl jedes Themas. Ein grüner Haken heißt, alles ist in Ordnung, ein oranges Dreieck ist ein verbesserungswürdiger Punkt, ein rotes Kreuz ein zu behebender Punkt, und ein kleines „i“ ein reiner Hinweis ohne Einfluss auf die Note.

Kreuzen Sie **„Nur verbesserungswürdige Punkte anzeigen“** an, um nur Ihre Aufgabenliste zu behalten. Dieser Filter gilt auch für den PDF-Bericht.

### Schritt 5 : Bericht als PDF speichern und weitergeben

Tippen Sie auf **„Als PDF speichern“**: Das Druckfenster Ihres Browsers öffnet sich. Wählen Sie in der Druckerliste **„Als PDF speichern“** (oder „Microsoft Print to PDF“ unter Windows) und bestätigen Sie. Auf dem iPhone nutzen Sie die Teilen-Schaltfläche, dann „Drucken“, und ziehen die Vorschau mit zwei Fingern auf, um sie als PDF zu öffnen. Der Bericht trägt Datum, Namen der Website, Note, die Prioritäten mit der Adresse jedes empfohlenen Werkzeugs und einen Hinweis auf die Grenzen der Diagnose.

Dieses PDF ist zum Weitergeben gedacht: an den Webmaster oder Dienstleister, der die Website betreut, an den Vorstand des Vereins vor der nächsten Sitzung, an Ihren Geschäftspartner. Die Schaltfläche **„Link zu dieser Diagnose kopieren“** kopiert eine Adresse, die dieselbe Prüfung erneut startet, praktisch in einer E-Mail oder Nachricht.

> Tipp : Benennen Sie die Datei mit dem Namen der Website und dem Datum, zum Beispiel diagnose-jardins-de-clara-2026-09.pdf: So vergleichen Sie sie leicht mit der nächsten.

### Schritt 6 : Beheben, dann erneut prüfen

Arbeiten Sie die Prioritäten eine nach der anderen ab, beginnend mit der ersten. Vieles ist in wenigen Minuten erledigt: ein Impressum erstellen und in der Fußzeile verlinken, ein Consent-Tool installieren, einen SPF-Eintrag beim Registrar anlegen, die Fotos komprimieren, bevor Sie sie erneut hochladen.

Wenn das erledigt ist, tippen Sie auf **„Erneut prüfen“**: Das vorherige Ergebnis wird 5 Minuten aufbewahrt, diese Schaltfläche erzwingt eine neue Prüfung. Denken Sie an die Grenzen des Werkzeugs: Es prüft die Startseite und die verlinkten Seiten, ohne Skripte auszuführen; ein selbst gebautes Cookie-Banner kann ihm entgehen; und es ersetzt weder eine Rechtsberatung noch ein vollständiges Sicherheitsaudit.

> Tipp : Wiederholen Sie die Diagnose alle drei Monate und nach jedem Wechsel von Theme, Plugin oder Hoster.

## Drei Situationen aus dem Alltag

### Der Verein, der nie ein Impressum hatte

Les Jardins de Clara, ein Verein für Gemeinschaftsgärten in Colmar, erhält ein C. Der Bericht zeigt zwei rote Punkte unter „Impressum und DSGVO“: kein Link zum Impressum auf der Startseite und keine Datenschutzerklärung, obwohl die Website ein Beitrittsformular hat. Dazu kommt ein oranger Punkt: kein SPF-Eintrag für die E-Mails des Vereins. Die Schriftführerin folgt den Prioritäten: Sie erstellt beide Seiten mit dem [Impressum-Generator](https://ressources.online/outils/mentions-legales/), verlinkt sie in der Fußzeile und legt dann den SPF-Eintrag beim Registrar an, wie im [Minikurs zur DNS-Abfrage](https://ressources.online/outils/dns/tutoriel/de/) beschrieben. Den neuen Bericht speichert sie als PDF für den Vorstand: Die Website ist auf A gestiegen.

### Der Handwerker, dessen Shop die Kunden vertreibt

Ein Schreiner aus dem Münstertal verkauft seine Schneidebretter über seine Website. Note D. In Rot: Google Analytics und ein Meta-Pixel ohne erkanntes Consent-Banner, ein 2,4 MB schweres Foto auf der Startseite und keine Datenschutzerklärung. In Orange: ein Shop ohne Link zu den AGB und kein DMARC. Er aktiviert das Consent-Tool seines Shop-Plugins, schreibt AGB und Datenschutzerklärung und verlinkt sie in der Fußzeile, dann schickt er alle Fotos durch den [Kompressor](https://ressources.online/outils/compresser-photo/): Die Startseite wiegt dreimal weniger. Zwei Wochen später zeigt die Diagnose B, und seine Kunden am Handy springen nicht mehr ab, bevor sie die Preise gesehen haben.

### Der Blog, der nicht wusste, dass er Daten sammelt

Mathieu führt einen Wanderblog über die Vogesen, ohne Formular und ohne Werbung. Er glaubt, nichts erklären zu müssen. Die Diagnose zeigt dennoch zwei rote Punkte: klassische YouTube-Videos, also Tracker, ohne Consent-Banner, und kein Link zu einer Datenschutzerklärung. In Orange: Google Fonts von Googles Servern. Er stellt seine Videos auf den YouTube-Modus „ohne Cookies“ um (youtube-nocookie), den das Werkzeug erkennt und der keine Einwilligung braucht, hostet die Schriften per Plugin auf seiner eigenen Website und veröffentlicht eine kurze Datenschutzerklärung. Drei Korrekturen, kein Banner nötig, und der Blog steigt von C auf A.

## Häufige Fehler

- Glauben, ein Verein oder ein Blog brauche kein Impressum: Das Gesetz verlangt es für jede Website, egal wie klein.
- Ein Cookie-Banner installieren, das zwar erscheint, aber nichts zurückhält: Tracker müssen auf die Einwilligung warten, nicht nur darauf hinweisen.
- Handyfotos unkomprimiert hochladen: Ein einziges 3-MB-Bild reicht, um die Seite auf dem Handy langsam zu machen.
- Den Buchstaben lesen, aber nicht die Prioritäten: Zwei Websites mit C können völlig verschiedene Probleme haben.
- Den Bericht für ein Konformitätszertifikat halten: Er liest den Code, ohne ihn auszuführen, und ersetzt keine Rechtsberatung.
- Das noindex-Tag nach dem Start vergessen: Die Website bleibt in Google unsichtbar, so gut sie auch ist.
- http:// und https:// oder die Adressen mit und ohne www ohne Umleitung nebeneinander bestehen lassen: Google sieht mehrere gleiche Websites.

## Zusammengefasst

- Neun Themen, eine Punktzahl pro Thema und eine Gesamtnote von A bis E: Der Überblick zeigt, wo die Website am meisten zu gewinnen hat.
- Die Liste „Ihre Prioritäten“ ordnet die zu behebenden Punkte und verknüpft jeden mit einem kostenlosen Werkzeug und seinem Minikurs.
- „Als PDF speichern“ öffnet das Druckfenster: Wählen Sie „Als PDF speichern“ und geben Sie den Bericht an die Person weiter, die sich um die Website kümmert.
- Das Werkzeug prüft die Startseite, ohne Skripte auszuführen: ein solider Ausgangspunkt, keine Rechtsberatung.
- Um von ChatGPT, Claude oder Perplexity zitiert zu werden, lassen Sie deren Crawler die Website lesen und ergänzen Sie eine Datei llms.txt und strukturierte Daten.

## Testen Sie sich

1. Was prüft das Thema „Impressum und DSGVO“?
   - [ ] Servertempo und Komprimierung
   - [x] Die Links zu Impressum, Datenschutzerklärung und Kontakt sowie Tracker, die ohne Einwilligung geladen werden
   - [ ] Die Rechtschreibung der Seiten
   Dieses Thema sucht die Pflichtlinks auf der Startseite, prüft, ob die Seiten antworten, und erkennt im Code Drittdienste, die ohne erkanntes Consent-Tool geladen werden.

2. Der Bericht meldet ein 2 MB schweres Foto auf der Startseite. Welches Werkzeug empfiehlt er?
   - [x] Fotos komprimieren
   - [ ] DNS-Abfrage
   - [ ] Favicon-Generator
   Zu schwere Bilder sind mit dem Foto-Kompressor verknüpft, der ihre Abmessungen verkleinert und sie vor dem Hochladen in WebP umwandelt.

3. Wie bekommen Sie den Bericht als PDF?
   - [ ] Mit einem Bildschirmfoto der Seite
   - [ ] Mit einem Klick auf „Link zu dieser Diagnose kopieren“
   - [x] Mit einem Klick auf „Als PDF speichern“ und der Wahl von „Als PDF speichern“ im Druckfenster
   Die Schaltfläche öffnet das Druckfenster des Browsers; dort wählen Sie einfach den Drucker „Als PDF speichern“. Der kopierte Link dagegen startet dieselbe Diagnose erneut.

4. Ihre Website hat ein selbst gebautes Cookie-Banner, aber der Bericht meldet Tracker ohne erkanntes Banner. Was tun?
   - [ ] Nichts: Das Werkzeug irrt sich bestimmt
   - [x] Prüfen, ob Ihr Banner die Tracker vor der Einwilligung wirklich zurückhält, denn das Werkzeug erkennt nur gängige Tools
   - [ ] Das Banner entfernen
   Das Werkzeug liest den Code, ohne ihn auszuführen, und erkennt nur verbreitete Consent-Tools. Ein selbst gebautes Banner kann ihm entgehen: Wichtig ist, dass es die Tracker wirklich blockiert, bis der Besucher zugestimmt hat.

5. Der Bericht zeigt in Rot „Die Seite bittet Suchmaschinen, sie nicht anzuzeigen“. Was ist los?
   - [ ] Die Website ist für Google zu langsam
   - [x] Das noindex-Tag hält die Website aus den Ergebnissen fern
   - [ ] Die Website hat kein Zertifikat
   Das noindex-Tag, oft nach dem Aufbau der Website vergessen, macht sie in Google unsichtbar. Es muss entfernt werden.

6. Wozu dient eine 301-Umleitung von http:// auf https://?
   - [x] Sie schickt alle Besucher zur sicheren Version und verhindert, dass Google zwei Websites sieht
   - [ ] Sie beschleunigt den Server
   - [ ] Sie schützt die E-Mails der Domain
   Die 301-Umleitung ist eine dauerhafte Weiterleitung: Alle landen auf der HTTPS-Version, und Google behält nur eine Adresse.

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Source : https://ressources.online/outils/diagnostic/tutoriel/de/ (Ressources.online, Komplette Website-Diagnose)
