# Domainnamen wählen und prüfen: eine Anleitung

Bevor Sie eine Website oder eine E-Mail-Adresse einrichten, brauchen Sie einen Domainnamen. Diese Anleitung erklärt, was das ist, wie Sie einen guten Namen finden und wie Sie in wenigen Sekunden prüfen, ob er noch frei ist.

- Minikurs : Einsteiger
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- Aktualisiert am 2026-09-27

## Das lernen Sie

- Erklären, was ein Domainname ist und wer ihn verwaltet.
- Einen kurzen, klaren Namen wählen, der keine fremden Rechte verletzt.
- In 14 Endungen prüfen, ob er frei ist, und Alternativen finden.
- Ihn richtig registrieren, auf Ihren eigenen Namen, und dauerhaft behalten.

## Domainnamen in 5 Minuten verstehen

### Ein Name und eine Endung

Ein **Domainname** ist Ihre Adresse im Internet, zum Beispiel `jardinsclara.fr`. Er dient sowohl für Ihre Website (`www.jardinsclara.fr`) als auch für Ihre E-Mail-Adressen (`kontakt@jardinsclara.fr`).

Er besteht aus zwei Teilen:

- dem gewählten **Namen**, hier „jardinsclara“: höchstens 63 Zeichen aus Buchstaben, Ziffern und Bindestrichen;
- der **Endung**, hier „.fr“. Davon gibt es Hunderte: Länderendungen (.fr, .de, .ch, .be), allgemeine (.com, .org, .net), regionale (.alsace, .bzh, .paris) oder thematische (.online, .pro).
Das „www“ gehört nicht dazu: es ist nur ein Vorsatz, den Sie nutzen können oder nicht. Hinter dem Namen sorgt ein weltweites System, das [DNS](https://ressources.online/outils/dns/), dafür, dass Computer Ihre Website und Ihr Postfach finden.

### Registrierungsstelle und Registrar: wer macht was?

Jede Endung wird von einer **Registrierungsstelle** verwaltet, die die offizielle Liste der registrierten Namen führt. Die **Afnic** verwaltet .fr, **Verisign** .com und .net, **EURid** .eu und die **DENIC** .de.

Mit ihnen haben Sie nicht direkt zu tun. Sie wenden sich an einen **Registrar**: IONOS, Strato, OVHcloud, Gandi, Hostinger und viele andere. Er verkauft Ihnen den Namen, kassiert die Zahlung und leitet die Registrierung an die Registrierungsstelle weiter. Oft bietet er auch Webhosting und Postfächer an.

Jede Registrierungsstelle legt eigene Regeln fest. **.fr** steht Personen und Organisationen mit Sitz in der Europäischen Union, der Schweiz, Norwegen, Island oder Liechtenstein offen. **.eu** ist EU-Bürgern sowie Personen und Organisationen mit Sitz in der EU, Norwegen, Island oder Liechtenstein vorbehalten. .com steht allen offen.

Zu jedem Namen veröffentlicht die Registrierungsstelle das Registrierungsdatum, das Ablaufdatum und den Registrar. Man findet diese Angaben über **Whois** oder dessen Nachfolger **RDAP**. Die Kontaktdaten von Privatpersonen bleiben verborgen.

### Ein Name wird gemietet, nicht gekauft

Wer einen Domainnamen „kauft“, **mietet** ihn in Wirklichkeit, für ein bis zehn Jahre. Danach muss er **verlängert** werden, meist jedes Jahr.

Wird die Verlängerung vergessen, läuft der Name ab: Ihre E-Mails kommen nicht mehr an, und Ihre Website verschwindet. Nach einer kurzen Schonfrist wird der Name wieder frei, und jeder kann ihn registrieren: manchmal ein Mitbewerber, manchmal ein Händler, der abgelaufene Namen abpasst, um sie teuer weiterzuverkaufen oder mit Werbung zu füllen.

Beim Preis rechnen Sie mit etwa **8 bis 15 € pro Jahr** für .fr oder .com. Vorsicht bei Angeboten für 1 € im ersten Jahr: achten Sie immer auf den **Verlängerungspreis**. Regionale Endungen (.alsace, .bzh, .paris) kosten oft einige Dutzend Euro pro Jahr. Und einige sehr begehrte Namen, sogenannte „Premium“-Namen, sind deutlich teurer.

### Was einen guten Namen ausmacht

- **Kurz und leicht zu diktieren**: machen Sie den Telefontest. Muss man buchstabieren, suchen Sie etwas Einfacheres.
- **Ohne Umlaute und Akzente**: ein Name wie `bäckerei-elise.de` ist möglich, macht aber in E-Mail-Adressen und auf manchen Geräten Probleme. Schreiben Sie lieber `baeckerei-elise.de`.
- **Höchstens ein Bindestrich** und keine Ziffern: man zögert zwischen „3“ und „drei“, und Bindestriche gehen beim Aussprechen leicht verloren.
- **An die E-Mail-Adresse denken**: `kontakt@baeckerei-martin.de` muss lesbar und eindeutig bleiben.
- **Doppelte Buchstaben vermeiden**, wo zwei zusammengeschriebene Wörter aufeinandertreffen: sie führen zu Tippfehlern („atelierrouge“).
Für ein Geschäft in Frankreich schafft **.fr** Vertrauen, für Kundschaft in Deutschland **.de**. Sind die wichtigen Endungen frei, nehmen Sie mehrere: eine leitet auf die andere weiter, und niemand kann die Verwechslung ausnutzen.

### Marken und bereits vergebene Namen

Ein **freier** Name ist nicht unbedingt ein **erlaubter** Name. Verwendet er eine **eingetragene Marke**, den Namen eines bekannten Unternehmens oder einer Gemeinde, kann der Rechteinhaber die Übertragung oder Löschung erreichen, bei einer .fr-Domain etwa über das **Syreli**-Verfahren der Afnic, und manchmal Schadenersatz verlangen.

Prüfen Sie vor dem Kauf kostenlos im [DPMA-Register](https://register.dpma.de/) für deutsche Marken und in der [INPI-Datenbank](https://data.inpi.fr/) für französische Marken und Unternehmen. Schauen Sie auch, ob ein Betrieb in Ihrer Nähe nicht schon einen ähnlichen Namen nutzt.

Und wenn Ihr Name schon **vergeben** ist? Verlassen Sie sich nicht auf das Ablaufdatum: fast alle Namen werden verlängert. Versuchen Sie lieber eine Variante (Stadt ergänzen, andere Wortreihenfolge, ein Bindestrich) oder eine andere Endung. Um einen Namen vom Inhaber zu kaufen, gehen Sie über den angegebenen Registrar und hüten Sie sich vor Vermittlern, die hohe Summen verlangen.

> Das Wichtigste : Einen Domainnamen mieten Sie bei einem Registrar, der ihn bei der Registrierungsstelle der Endung einträgt. Wählen Sie ihn kurz, ohne Umlaute und ohne fremde Marke, und registrieren Sie ihn auf Ihren eigenen Namen.

## Wichtige Begriffe

- **Domainname** : Die Adresse einer Website und der zugehörigen E-Mail-Adressen, bestehend aus Name und Endung, zum Beispiel jardinsclara.fr.
- **Endung** : Der Teil nach dem letzten Punkt: .fr, .de, .com, .alsace… Fachbegriff: TLD (Top-Level-Domain).
- **Registrierungsstelle** : Die Organisation, die eine Endung verwaltet und die offizielle Liste ihrer Namen führt: Afnic für .fr, DENIC für .de, Verisign für .com.
- **Registrar** : Ein zugelassenes Unternehmen, das Domainnamen im Auftrag seiner Kunden verkauft und verlängert.
- **Inhaber** : Die Person oder Organisation, auf deren Namen die Domain registriert ist. Nur sie kann die Domain verlängern, übertragen oder abgeben.
- **RDAP und Whois** : Öffentliche Dienste, die zeigen, ob ein Name registriert ist, seit wann und bei welchem Registrar.
- **Auth-Code** : Geheimer Code (auch AuthInfo oder EPP-Code), mit dem Sie den Registrar wechseln, ohne den Namen zu verlieren.

## Einen Domainnamen Schritt für Schritt prüfen

### Schritt 1 : Den Namen Ihres Projekts eingeben

Öffnen Sie das Werkzeug [Einen Domainnamen wählen](https://ressources.online/outils/nom-de-domaine/). Geben Sie im Feld **Projektname oder gewünschte Domain** den Namen so ein, wie Sie ihn aussprechen würden, zum Beispiel „Bäckerei Martin“, mit Leerzeichen und Umlauten. Sie können auch einen vollständigen Domainnamen eingeben, etwa `jardinsclara.fr`.

> Tipp : Noch keine Idee? Klicken Sie auf eines der Beispiele unter dem Feld, um zu sehen, wie das Werkzeug arbeitet.

### Schritt 2 : Eine Stadt ergänzen und die Prüfung starten

Das Feld **Stadt oder Region (optional)** dient dazu, örtliche Varianten vorzuschlagen, zum Beispiel „Freiburg“. Lassen Sie es leer, wenn Ihre Tätigkeit nicht an einen Ort gebunden ist.

Klicken Sie auf **Prüfen**. Einige Sekunden lang erscheint „Registrierungsstellen werden befragt…“: das Werkzeug fragt direkt bei den offiziellen Registrierungsstellen nach.

### Schritt 3 : Den vorgeschlagenen Namen und seine Bewertung lesen

Unter „Ihr Domainname“ zeigt das Werkzeug Ihren Text als gültigen Namen: Umlaute werden umgeschrieben, Akzente, Leerzeichen und kleine Wörter (der, die, und…) entfernt. Aus „Bäckerei Martin“ wird so `baeckereimartin`, und eine Zeile erklärt, was geändert wurde.

Darunter folgt eine Bewertung, zum Beispiel „Kurz (15 Zeichen)“ und „Ohne Bindestrich“. Ein Warndreieck erscheint, wenn der Name Ziffern oder mehrere Bindestriche enthält oder an einer Wortgrenze zwei gleiche Buchstaben aufeinandertreffen.

### Schritt 4 : Die freien Endungen erkennen

Zwei Gruppen von Kacheln erscheinen: **Die meistgenutzten Endungen** (.fr, .com, .eu, .alsace, .org, .net) und **Weitere Endungen** (.de, .ch, .be, .online, .info, .pro, .paris, .bzh). Jede Kachel zeigt:

- **Frei**: niemand hat den Namen registriert, Sie können ihn nehmen;
- **Vergeben**: mit dem Jahr der Registrierung, dem Ablaufdatum, dem Registrar und einem Link „Website ansehen“;
- **Erneut prüfen**: die Registrierungsstelle hat nicht geantwortet, versuchen Sie es gleich noch einmal.

> Tipp : „Frei“ sagt nichts über den Preis: einige „Premium“-Namen sind teurer. Den genauen Preis sehen Sie beim Registrar.

### Schritt 5 : „Weitere Ideen“ erkunden

Die Tabelle **Weitere Ideen** schlägt bis zu acht Varianten vor: Wörter zusammengeschrieben oder mit Bindestrich, vertauschte Wörter, mit Ihrer Stadt… Für jede Variante zeigt sie, ob .fr und .com frei sind.

Klicken Sie auf eine Variante, um sie in allen 14 Endungen vollständig zu prüfen.

### Schritt 6 : Suche teilen, dann registrieren

Zeigen Sie das Ergebnis vor der Entscheidung Ihrem Geschäftspartner oder Ihrem Vereinsvorstand: die Schaltfläche **Link zu dieser Suche kopieren** kopiert eine Adresse, die dieselbe Prüfung erneut startet.

Haben Sie sich entschieden, registrieren Sie den Namen zügig bei einem Registrar Ihrer Wahl. Das Werkzeug verkauft nichts: Ihre Suchen werden nie weiterverkauft, und nichts wird länger als zehn Minuten gespeichert.

> Tipp : Prüfen Sie den Namen vor dem Bezahlen im DPMA-Register oder in der INPI-Datenbank.

## Praxisbeispiele

### Ein Verein für Fahrradreparatur

Das „Atelier Vélo Solidaire“, eine Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt in Mulhouse, möchte eine Website und eine E-Mail-Adresse. Das Werkzeug schlägt `atelier-velo-solidaire` vor: drei Wörter, zwei Bindestriche und der Hinweis „2 Bindestriche: schwer zu diktieren“.

Mit eingetragener Stadt entdeckt der Verein unter „Weitere Ideen“ kürzere Formen wie `atelier-solidaire` oder `atelier-mulhouse`. Er wählt einen Namen, der als .fr und als .org frei ist, nimmt beide und lässt die .org auf die .fr weiterleiten.

### Der Wunschname ist schon vergeben

Claire gründet „Les Jardins de Clara“, einen Lieferdienst für Gemüsekisten. Das Werkzeug schlägt `jardinsclara` vor. Angenommen, die .fr ist vergeben: registriert seit 2015 bei einem Registrar, mit Ablaufdatum im nächsten Jahr.

Statt auf einen Ablauf zu warten, der wohl nie kommt, ergänzt Claire ihre Stadt und wählt eine freie Variante wie `jardinsclara-obernai.fr`. Außerdem prüft sie beim INPI, dass „Jardins de Clara“ keine eingetragene Marke ist.

### Eine Website von einer Agentur

Das „Gîte des Trois Épis“, eine Ferienunterkunft, hat seine Website von einer Agentur erstellen lassen, die den Domainnamen … auf ihren eigenen Namen registriert hat. Als die Besitzer den Dienstleister wechseln wollen, stellen sie fest, dass sie nicht Inhaber ihrer eigenen Adresse sind.

Richtig ist: den Namen **auf die Unterkunft** registrieren, in einem Konto, zu dem Sie selbst Zugang behalten, und dem Dienstleister nur technischen Zugriff geben. Beim Wechsel des Registrars verlangen Sie den **Auth-Code**.

## Häufige Fehler

- Den Namen auf Ihren Dienstleister registrieren lassen: Sie bekommen ihn womöglich nie zurück.
- Die Verlängerung vergessen: aktivieren Sie die automatische Verlängerung und halten Sie Ihre Zahlungsdaten aktuell.
- Einen Namen wählen, den man buchstabieren muss: Umlaute, Ziffern und mehrere Bindestriche führen zu Tippfehlern.
- Eine Marke oder den Namen eines bestehenden Unternehmens verwenden: der Name kann Ihnen entzogen werden.
- Nur auf den Preis im ersten Jahr schauen: die Verlängerung kostet oft mehr.

## Zusammengefasst

- Ein Domainname besteht aus Name und Endung; er dient für die Website wie für die E-Mail-Adressen.
- Die Registrierungsstelle verwaltet die Endung, der Registrar verkauft Ihnen den Namen.
- Der Name wird gemietet, meist jahresweise: denken Sie an die Verlängerung.
- Ein guter Name ist kurz, ohne Umlaute, mit höchstens einem Bindestrich und ohne fremde Marke.
- Registrieren Sie ihn auf Ihren eigenen Namen oder auf den Ihrer Firma oder Ihres Vereins.

## Testen Sie sich

1. Wer verkauft Domainnamen an Privatleute und Firmen?
   - [ ] Die Registrierungsstelle, etwa die DENIC
   - [x] Der Registrar, etwa IONOS oder OVHcloud
   - [ ] Der Hersteller Ihres Computers
   Die Registrierungsstelle führt die offizielle Liste; der Registrar ist der Vermittler, der Ihnen den Namen verkauft und verlängert.

2. Was passiert, wenn Sie vergessen, Ihren Namen zu verlängern?
   - [x] Er läuft ab, dann kann ihn jeder registrieren
   - [ ] Nichts: er gehört Ihnen lebenslang
   - [ ] Er wird automatisch zu einer .com-Adresse
   Ein Name wird gemietet. Nach einer kurzen Schonfrist wird er wieder frei: aktivieren Sie die automatische Verlängerung.

3. Welcher Name lässt sich am leichtesten am Telefon diktieren?
   - [ ] les-3-jardins-de-clara.fr
   - [ ] jardins-clara-68.fr
   - [x] jardinsclara.fr
   Kein Umlaut, keine Ziffer, kein Bindestrich: man schreibt ihn ohne Zögern auf.

4. Der gewünschte Name ist frei. Was prüfen Sie vor dem Kauf?
   - [ ] Dass er mindestens eine Ziffer enthält
   - [x] Dass er keine eingetragene Marke verwendet
   - [ ] Dass er länger als 25 Zeichen ist
   Auch ein freier Name kann Ärger machen: prüfen Sie kostenlos im DPMA-Register oder in der INPI-Datenbank.

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Source : https://ressources.online/outils/nom-de-domaine/tutoriel/de/ (Ressources.online, Domainnamen wählen)
