Das lernen Sie
- Erklären, was ein Domainname ist und wer ihn verwaltet.
- Einen kurzen, klaren Namen wählen, der keine fremden Rechte verletzt.
- In 14 Endungen prüfen, ob er frei ist, und Alternativen finden.
- Ihn richtig registrieren, auf Ihren eigenen Namen, und dauerhaft behalten.
Modul 1
Domainnamen in 5 Minuten verstehen
Ein Name und eine Endung
Ein Domainname ist Ihre Adresse im Internet, zum Beispiel jardinsclara.fr. Er dient sowohl für Ihre Website (www.jardinsclara.fr) als auch für Ihre E-Mail-Adressen (kontakt@jardinsclara.fr).
Er besteht aus zwei Teilen:
- dem gewählten Namen, hier „jardinsclara“: höchstens 63 Zeichen aus Buchstaben, Ziffern und Bindestrichen;
- der Endung, hier „.fr“. Davon gibt es Hunderte: Länderendungen (.fr, .de, .ch, .be), allgemeine (.com, .org, .net), regionale (.alsace, .bzh, .paris) oder thematische (.online, .pro).
Das „www“ gehört nicht dazu: es ist nur ein Vorsatz, den Sie nutzen können oder nicht. Hinter dem Namen sorgt ein weltweites System, das DNS, dafür, dass Computer Ihre Website und Ihr Postfach finden.
Registrierungsstelle und Registrar: wer macht was?
Jede Endung wird von einer Registrierungsstelle verwaltet, die die offizielle Liste der registrierten Namen führt. Die Afnic verwaltet .fr, Verisign .com und .net, EURid .eu und die DENIC .de.
Mit ihnen haben Sie nicht direkt zu tun. Sie wenden sich an einen Registrar: IONOS, Strato, OVHcloud, Gandi, Hostinger und viele andere. Er verkauft Ihnen den Namen, kassiert die Zahlung und leitet die Registrierung an die Registrierungsstelle weiter. Oft bietet er auch Webhosting und Postfächer an.
Jede Registrierungsstelle legt eigene Regeln fest. .fr steht Personen und Organisationen mit Sitz in der Europäischen Union, der Schweiz, Norwegen, Island oder Liechtenstein offen. .eu ist EU-Bürgern sowie Personen und Organisationen mit Sitz in der EU, Norwegen, Island oder Liechtenstein vorbehalten. .com steht allen offen.
Zu jedem Namen veröffentlicht die Registrierungsstelle das Registrierungsdatum, das Ablaufdatum und den Registrar. Man findet diese Angaben über Whois oder dessen Nachfolger RDAP. Die Kontaktdaten von Privatpersonen bleiben verborgen.
Ein Name wird gemietet, nicht gekauft
Wer einen Domainnamen „kauft“, mietet ihn in Wirklichkeit, für ein bis zehn Jahre. Danach muss er verlängert werden, meist jedes Jahr.
Wird die Verlängerung vergessen, läuft der Name ab: Ihre E-Mails kommen nicht mehr an, und Ihre Website verschwindet. Nach einer kurzen Schonfrist wird der Name wieder frei, und jeder kann ihn registrieren: manchmal ein Mitbewerber, manchmal ein Händler, der abgelaufene Namen abpasst, um sie teuer weiterzuverkaufen oder mit Werbung zu füllen.
Beim Preis rechnen Sie mit etwa 8 bis 15 € pro Jahr für .fr oder .com. Vorsicht bei Angeboten für 1 € im ersten Jahr: achten Sie immer auf den Verlängerungspreis. Regionale Endungen (.alsace, .bzh, .paris) kosten oft einige Dutzend Euro pro Jahr. Und einige sehr begehrte Namen, sogenannte „Premium“-Namen, sind deutlich teurer.
Was einen guten Namen ausmacht
- Kurz und leicht zu diktieren: machen Sie den Telefontest. Muss man buchstabieren, suchen Sie etwas Einfacheres.
- Ohne Umlaute und Akzente: ein Name wie
bäckerei-elise.deist möglich, macht aber in E-Mail-Adressen und auf manchen Geräten Probleme. Schreiben Sie lieberbaeckerei-elise.de. - Höchstens ein Bindestrich und keine Ziffern: man zögert zwischen „3“ und „drei“, und Bindestriche gehen beim Aussprechen leicht verloren.
- An die E-Mail-Adresse denken:
kontakt@baeckerei-martin.demuss lesbar und eindeutig bleiben. - Doppelte Buchstaben vermeiden, wo zwei zusammengeschriebene Wörter aufeinandertreffen: sie führen zu Tippfehlern („atelierrouge“).
Für ein Geschäft in Frankreich schafft .fr Vertrauen, für Kundschaft in Deutschland .de. Sind die wichtigen Endungen frei, nehmen Sie mehrere: eine leitet auf die andere weiter, und niemand kann die Verwechslung ausnutzen.
Marken und bereits vergebene Namen
Ein freier Name ist nicht unbedingt ein erlaubter Name. Verwendet er eine eingetragene Marke, den Namen eines bekannten Unternehmens oder einer Gemeinde, kann der Rechteinhaber die Übertragung oder Löschung erreichen, bei einer .fr-Domain etwa über das Syreli-Verfahren der Afnic, und manchmal Schadenersatz verlangen.
Prüfen Sie vor dem Kauf kostenlos im DPMA-Register für deutsche Marken und in der INPI-Datenbank für französische Marken und Unternehmen. Schauen Sie auch, ob ein Betrieb in Ihrer Nähe nicht schon einen ähnlichen Namen nutzt.
Und wenn Ihr Name schon vergeben ist? Verlassen Sie sich nicht auf das Ablaufdatum: fast alle Namen werden verlängert. Versuchen Sie lieber eine Variante (Stadt ergänzen, andere Wortreihenfolge, ein Bindestrich) oder eine andere Endung. Um einen Namen vom Inhaber zu kaufen, gehen Sie über den angegebenen Registrar und hüten Sie sich vor Vermittlern, die hohe Summen verlangen.
Das WichtigsteEinen Domainnamen mieten Sie bei einem Registrar, der ihn bei der Registrierungsstelle der Endung einträgt. Wählen Sie ihn kurz, ohne Umlaute und ohne fremde Marke, und registrieren Sie ihn auf Ihren eigenen Namen.
Wichtige Begriffe
- Domainname
- Die Adresse einer Website und der zugehörigen E-Mail-Adressen, bestehend aus Name und Endung, zum Beispiel jardinsclara.fr.
- Endung
- Der Teil nach dem letzten Punkt: .fr, .de, .com, .alsace… Fachbegriff: TLD (Top-Level-Domain).
- Registrierungsstelle
- Die Organisation, die eine Endung verwaltet und die offizielle Liste ihrer Namen führt: Afnic für .fr, DENIC für .de, Verisign für .com.
- Registrar
- Ein zugelassenes Unternehmen, das Domainnamen im Auftrag seiner Kunden verkauft und verlängert.
- Inhaber
- Die Person oder Organisation, auf deren Namen die Domain registriert ist. Nur sie kann die Domain verlängern, übertragen oder abgeben.
- RDAP und Whois
- Öffentliche Dienste, die zeigen, ob ein Name registriert ist, seit wann und bei welchem Registrar.
- Auth-Code
- Geheimer Code (auch AuthInfo oder EPP-Code), mit dem Sie den Registrar wechseln, ohne den Namen zu verlieren.
Modul 2
Einen Domainnamen Schritt für Schritt prüfen
Den Namen Ihres Projekts eingeben
- Öffnen Sie das Werkzeug Einen Domainnamen wählen.
- Geben Sie im Feld Projektname oder gewünschte Domain den Namen so ein, wie Sie ihn aussprechen würden, zum Beispiel „Bäckerei Martin“, mit Leerzeichen und Umlauten.
- Sie können auch einen vollständigen Domainnamen eingeben, etwa
jardinsclara.fr.
TippNoch keine Idee? Klicken Sie auf eines der Beispiele unter dem Feld, um zu sehen, wie das Werkzeug arbeitet.
Eine Stadt ergänzen und die Prüfung starten
- Das Feld Stadt oder Region (optional) dient dazu, örtliche Varianten vorzuschlagen, zum Beispiel „Freiburg“.
- Lassen Sie es leer, wenn Ihre Tätigkeit nicht an einen Ort gebunden ist.
- Klicken Sie auf Prüfen.
- Einige Sekunden lang erscheint „Registrierungsstellen werden befragt…“: das Werkzeug fragt direkt bei den offiziellen Registrierungsstellen nach.
Den vorgeschlagenen Namen und seine Bewertung lesen
- Unter „Ihr Domainname“ zeigt das Werkzeug Ihren Text als gültigen Namen: Umlaute werden umgeschrieben, Akzente, Leerzeichen und kleine Wörter (der, die, und…) entfernt.
- Aus „Bäckerei Martin“ wird so
baeckereimartin, und eine Zeile erklärt, was geändert wurde. - Darunter folgt eine Bewertung, zum Beispiel „Kurz (15 Zeichen)“ und „Ohne Bindestrich“.
- Ein Warndreieck erscheint, wenn der Name Ziffern oder mehrere Bindestriche enthält oder an einer Wortgrenze zwei gleiche Buchstaben aufeinandertreffen.
Die freien Endungen erkennen
Zwei Gruppen von Kacheln erscheinen: Die meistgenutzten Endungen (.fr, .com, .eu, .alsace, .org, .net) und Weitere Endungen (.de, .ch, .be, .online, .info, .pro, .paris, .bzh). Jede Kachel zeigt:
- Frei: niemand hat den Namen registriert, Sie können ihn nehmen;
- Vergeben: mit dem Jahr der Registrierung, dem Ablaufdatum, dem Registrar und einem Link „Website ansehen“;
- Erneut prüfen: die Registrierungsstelle hat nicht geantwortet, versuchen Sie es gleich noch einmal.

Bildschirmfoto : Domainnamen wählen Tipp„Frei“ sagt nichts über den Preis: einige „Premium“-Namen sind teurer. Den genauen Preis sehen Sie beim Registrar.
„Weitere Ideen“ erkunden
- Die Tabelle Weitere Ideen schlägt bis zu acht Varianten vor: Wörter zusammengeschrieben oder mit Bindestrich, vertauschte Wörter, mit Ihrer Stadt…
- Für jede Variante zeigt sie, ob .fr und .com frei sind.
- Klicken Sie auf eine Variante, um sie in allen 14 Endungen vollständig zu prüfen.

Bildschirmfoto : Domainnamen wählen Suche teilen, dann registrieren
- Zeigen Sie das Ergebnis vor der Entscheidung Ihrem Geschäftspartner oder Ihrem Vereinsvorstand: die Schaltfläche Link zu dieser Suche kopieren kopiert eine Adresse, die dieselbe Prüfung erneut startet.
- Haben Sie sich entschieden, registrieren Sie den Namen zügig bei einem Registrar Ihrer Wahl.
- Das Werkzeug verkauft nichts: Ihre Suchen werden nie weiterverkauft, und nichts wird länger als zehn Minuten gespeichert.
TippPrüfen Sie den Namen vor dem Bezahlen im DPMA-Register oder in der INPI-Datenbank.
Geschafft: Jetzt sind Sie dran.
Modul 3
Praxisbeispiele
Ein Verein für Fahrradreparatur
Das „Atelier Vélo Solidaire“, eine Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt in Mulhouse, möchte eine Website und eine E-Mail-Adresse. Das Werkzeug schlägt atelier-velo-solidaire vor: drei Wörter, zwei Bindestriche und der Hinweis „2 Bindestriche: schwer zu diktieren“.
Mit eingetragener Stadt entdeckt der Verein unter „Weitere Ideen“ kürzere Formen wie atelier-solidaire oder atelier-mulhouse. Er wählt einen Namen, der als .fr und als .org frei ist, nimmt beide und lässt die .org auf die .fr weiterleiten.
Der Wunschname ist schon vergeben
Claire gründet „Les Jardins de Clara“, einen Lieferdienst für Gemüsekisten. Das Werkzeug schlägt jardinsclara vor. Angenommen, die .fr ist vergeben: registriert seit 2015 bei einem Registrar, mit Ablaufdatum im nächsten Jahr.
Statt auf einen Ablauf zu warten, der wohl nie kommt, ergänzt Claire ihre Stadt und wählt eine freie Variante wie jardinsclara-obernai.fr. Außerdem prüft sie beim INPI, dass „Jardins de Clara“ keine eingetragene Marke ist.
Eine Website von einer Agentur
Das „Gîte des Trois Épis“, eine Ferienunterkunft, hat seine Website von einer Agentur erstellen lassen, die den Domainnamen … auf ihren eigenen Namen registriert hat. Als die Besitzer den Dienstleister wechseln wollen, stellen sie fest, dass sie nicht Inhaber ihrer eigenen Adresse sind.
Richtig ist: den Namen auf die Unterkunft registrieren, in einem Konto, zu dem Sie selbst Zugang behalten, und dem Dienstleister nur technischen Zugriff geben. Beim Wechsel des Registrars verlangen Sie den Auth-Code.
Häufige Fehler
- Den Namen auf Ihren Dienstleister registrieren lassen: Sie bekommen ihn womöglich nie zurück.
- Die Verlängerung vergessen: aktivieren Sie die automatische Verlängerung und halten Sie Ihre Zahlungsdaten aktuell.
- Einen Namen wählen, den man buchstabieren muss: Umlaute, Ziffern und mehrere Bindestriche führen zu Tippfehlern.
- Eine Marke oder den Namen eines bestehenden Unternehmens verwenden: der Name kann Ihnen entzogen werden.
- Nur auf den Preis im ersten Jahr schauen: die Verlängerung kostet oft mehr.
Zusammengefasst
- Ein Domainname besteht aus Name und Endung; er dient für die Website wie für die E-Mail-Adressen.
- Die Registrierungsstelle verwaltet die Endung, der Registrar verkauft Ihnen den Namen.
- Der Name wird gemietet, meist jahresweise: denken Sie an die Verlängerung.
- Ein guter Name ist kurz, ohne Umlaute, mit höchstens einem Bindestrich und ohne fremde Marke.
- Registrieren Sie ihn auf Ihren eigenen Namen oder auf den Ihrer Firma oder Ihres Vereins.
Testen Sie sich
Ein paar Fragen, um zu prüfen, ob alles klar ist.